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Über den Schelm

Wir merken es lange nicht, aber Tag für Tag werden wir ein bisschen mehr angelogen. Von denen, denen wir unser Vertrauen ausgesprochen haben: den Politikern.
Und denen fällt derzeit überhaupt nichts Besseres mehr ein, als uns mit immer neuen Verboten an die Kandare zu nehmen. Zu einem folgsamen Volk zu erziehen. Als wären wir ein Kindergarten.

Und ihre Mittel, die kann man nicht mehr galant als "Unwahrheit" umschreiben. Das sind faustdicke Lügen.
Wir mögen es kaum glauben. Und genau das ist ihr Vorsprung. Wir reiben uns noch die Augen, schon haben sie vollendete Tatsachen geschaffen, ein Gesetz geschmiedet, und Gesetz ist Gesetz.

Erschreckenderweise sind auch die Medien bereits gargekocht und bereit, sich gefügig zu zeigen und alles, was unsere (immerhin gewählten!) "Volksvertreter" so von sich geben, als die lautere Wahrheit nachzubeten.
Sogar die Wissenschaften haben sich zu einem beträchtlichen Teil mit fliegenden Fahnen dem Trend der fortschreitenden Entmündigung des Bürgers unterstellt. Sie liefern mit haarsträubenden Methoden konstruierte "Fakten", derer sich wiederum die Politiker bedienen können. Der Kreislauf funktioniert.

Weit sind wir schon heruntergekommen. Sehr weit. Lügen sind das normalste der Welt, heutzutage. Alltag eben. Kaum einer ist mehr übrig, der das Ganze hinterfragt.
Außer dem Schelm.
Der Schelm hält das Ausmaß, in dem wir für dumm und immer dümmer verkauft werden, für gefährlich. Der Schelm denkt, dass wir es nicht verdient haben, derart hintergangen und nur noch zur Finanzierung der Demontage unserer Würde herangezogen zu werden.

Der Schelm geht der Sache auf den Grund. Er zeigt uns auf, was vor sich geht und hofft, dass möglichst viele davon erfahren.
Denn so kann es nicht weitergehen. Wir, die Bürger, müssen aufwachen. Es ist höchste Zeit, der Politik mit unserem letzten Druckmittel, dem Stimmzettel, unser Missvergnügen kundzutun. Denn wir haben das Recht, in einer Demokratie ernstgenommen zu werden und brauchen das Halsband nicht.

So richtig ans Licht gekommen sind die Machenschaften der Mächtigen erst durch die Rauchverbote. An ihnen konnte man studieren, mit welcher Dreistigkeit ein Häuflein Fanatiker auf internationalem Parkett uns so etwas wie "vorherrschende Meinung" vorgaukelt. Ohne uns, das Volk, zu fragen, versteht sich. Wozu auch. Dafür hat man ja "Umfragen", deren Ergebnis man nach Herzenslust drehen und wenden kann. Auch davon wird der Schelm zu reden haben.
Die Rauchverbote sind ein interessantes Experiment, wie weit man gehen kann. Ob es funktioniert, einen Teil der Bevölkerung (und nicht gerade den kleinsten) durch Diskriminierung mundtot zu machen. Ob es gelingt, den Rest der Gesellschaft gegen sie aufzuwiegeln.
Wenn es mit den Rauchern klappt, klappt es mit allen anderen auch. Und eines Tages werden wir uns in einer Welt wiederfinden, in der alles verboten ist, wenn nicht ausdrücklich gestattet. In einer Welt verschüchterter, handzahmer, höriger Bürger, die keinen kreativen Gedanken mehr aufbringen, weil man sich damit ja nur Probleme einhandelt. Alles schon mal dagewesen.

Wenn auch Ihnen vor einer solchen Zukunft graut, wenn auch Sie der Meinung sind, dass die Demokratie zu kostbar ist, um auf dem Altar der Macht- und Geschäftsinteressen geopfert zu werden, dann lesen Sie den Schelm nicht nur, sondern verbreiten Sie ihn weiter.
Machen wir uns daran, unsere selbsternannten Erzieher hinter der Monstranz der "gesunden Lebensführung" zu durchschauen.
 

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